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VIP Wochenplan / Wochenthema

 

Aktuelles Wochenthema:

 

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EvelynLehmann

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Location: Wuppertal

Occupation: Ernährungsberaterin

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1

Wednesday, September 16th 2009, 7:34pm

Teller-Maß

Hilfe - ich weiß nicht, wann ich satt bin!!!!!!!!

Ja, genau so geht es vielen von uns.
Auch bei mir war es oft so, dass ich nicht mit dem Essen aufhören konnte.
Solange ich nur Obst aß, hatte ich kein Problem, da wusste ich, wann ich satt war.

Sobald ich aber Brot, Nudeln, Fleisch, Aufläufe, Kuchen usw. aß, kam bei mir ein seltsamer Essdruck in Gang.
Ich hatte oft das Gefühl, nie genug zu bekommen.
Wenn ich diesem Zwang nachgab, dann fiel es mir in den nächsten Mahlzeiten jedemal schwerer, mich nicht zu überessen.

Oft folgten Tage und teilweise Wochen des Überessens. Vor allem wenn frisches Brot mit auf dem Speiseplan stand. Morgens konnte ich mit 1 - 2 Äpfelchen wunderbar satt sein, und dann kam der Prozeß des Überessens.
Das Schlimmste daran ist, dass alte Unwertgefühle und Selbstablehnung wieder zunehmen. Wir schelten uns als "Versager". "Ich kann nicht" "Ich bin zum Dicksein verdammt" und vieles mehr.
Dadurch fühlen wir uns wirklich elend und der Essdruck und die Unklarheit im Essen nehmen mehr und mehr zu. Irgendwann wollen wir keinerlei Aktivitäten mehr mitmachen, irgendwann wollen wir einfach nur noch auf dem Sofa liegen und uns mit einer Decke zudecken um dabei fernzusehen und diesen Werbeaussagen bezüglich Essen fröhnen. Im Hirn klickt es und schon marschieren wir in die Küche, denn wir bekommen urplötzlich wieder Appetit auf Jegliches und Alles. Vor allem auf leere Kalorien, fettes, ungesundes Essen, Chips, Flips etc.

Es hilft nur eins:
Klare Fronten.
Damit meine ich, dass ihr euch ehrlich eingesteht:
Ja, ich bin wirklich gefährdet, in altes Essverhalten zurückzufallen
.
Diese Einsicht wird euch vorsichtig machen vor dem ersten Bissen und einer schleichenden, unmerklichen Nachlässigkeit, die sich irgendwann einfach einstellt.
Das Schlimme daran ist, dass wir es oft gar nicht merken, dass sich langsam die alte Schallplatte wieder auflegt. Besonders, wenn wir unsere Pläne selbst schreiben, merken wir es oft gar nicht einmal.
Beispiel, wie es so passieren kann:
Ihr plant mittags Kohlenhydrate. Ihr esst mittags einen Teller Nudeln mit Soße und Salat (leider wenig Salat, ihr habt keine Lust, neuen Salat zu schnippeln und diese leckeren Nudeln machen ja auch gut satt)- Dann liegt da noch der Rest vom Teller des Kindes. Das esst ihr, denn es sind ja auch nur Kohlenhydrate.
Weil aber gerade noch ein Stück Streuselkuchen übrig ist, dent ihr: na ja, das sind ja auch Kohlenhydrate, das esse ich jetzt als Nachtisch mit einer Tasse Kaffee.. Obendrauf ein winziges Stück Schokolade - sind ja ebenfalls Kohlenhydrate.
Zwar waren das alles Kohlenhydrate:
Aber wir schwelgen wieder in unserer Ess- Fresslust!!!

Wenn wir an diesem Punkt angelangt sind, werden wir bald die Kontrolle über das Essen völlig verlieren. Und dann geht es mit der Abnahme gar nicht, oder nur 100 - 200 Gramm wiese.

Aufpassen!!! Dieses Essverhalten bringt uns nicht zum Ziel!!!!!!!!

Helfen kann euch ein persönliches Tellermaß und dazu einen Salat. Alles, was über den Teller hinausgeht, fällt flach, also null in den Mund schieben.
Auch keine Reste.
Auch kein ungeplantes Stück Schokolade.

Ihr wißt, dass Ihr alles essen dürft, wenn es eingeplant ist. Nur das ungeplante Essen wird wieder zum zwanghaften Essen und das bringt die alte Schallplatte wieder zum Spielen.
Der Teller gibt euch Halt, nicht über das Maß hinaus zu essen.
Ich wusste manchmal nicht, wann Schluß ist, Aber mein Teller weiß dies.




LG von Evelyn
LG von Evelyn

Ernährungsberaterin bei Wakeup
und Kursleiterin in Wuppertal seit 18 Jahren.
www.lehmann.wakeup.de

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