Hallo alle zusammen!
Das finde ich ja interessant, dass sich hier einige Anhänger der
Low-carb-Methode eingefunden haben. Sie berufen sich ja angeblich auf wissenschaftlich Fakten zur Begründung der Vorteile einer kohlenhydratarmen Ernährung.
Die Empfehlungen von Wakeup und die vielen guten und sinnvollen Tipps von Evelyn können sie mit ihren Theorien aber nicht so leicht ins Wanken bringen! Denn ich weiß auch schon lange, dass sich die Wakeup-Ernährungsweise seit vielen Jahren mit besten Erfolgen bewährt hat!
Kohlenhydrate sind natürlich problematisch, wenn es sich um die verschiedenen
isolierten Fabrikzuckerarten (
Haushaltszucker, Traubenzucker, Fruchtzucker etc.)und um
Auszugsmehle handelt. Kohlenhydrate in
Obst, Vollkornprodukten oder
in Hülsenfrüchten dagegen sind aus vielen Gründen sehr empfehlenswerte Lebensmittel!
Gerne möchte ich für die Wakeup-Kritiker hier mal eine Stellungnahme eines anerkannten Ernährungswissenschaftlers weitergeben, die ich für seriös halte. Es gibt daneben viele andere Ernährungswissenschaftler, die ich zitieren könnte, was aber hier zu weit führen würde.
Wir Wakeup-Begeisterte genießen daher weiterhin gerne unser gutes Obst und auch Vollkornprodukte!
Mit vielen Grüßen an alle von Rupert Schneider
Stellungnahme von Prof. Dr. Helmut Heseker zu Low-carb (aus: UGB-Forum):
„Weltweit steigt die Zahl der Übergewichtigen und Diabetiker. Abnehmende körperliche Aktivität sowie eine an den verringerten Energiebedarf nicht angepasste, ungünstige Ernährung sind dafür die zentralen Ursachen. Schon länger wird nach Ernährungsformen gesucht, die auch bei Menschen mit weniger aktivem Lebensstil nicht zu Übergewicht führen. Dabei steht neuerdings die Frage im Mittelpunkt, ob der Kohlenhydratanteil in der Nahrung zu Gunsten der Fett- und Proteinanteile drastisch reduziert werden sollte.
(......) Verschiedene Buchautoren und "fortschrittliche" Ernährungsberater nutzen die "Low-carb-Mania" bereits für eigene geschäftliche Erfolge. Dabei ist die Datenlage keinesfalls so eindeutig, wie dies von den Low-carb-Befürwortern gern dargestellt wird.
Ergebnisse werden überinterpretiert
Wenn nach Zusammenhängen zwischen Ernährung und Erkrankungen gesucht wird, liefern randomisiert-kontrollierte oder prospektive Kohortenstudien zwar die zuverlässigeren Ergebnisse. Oft wird aber übersehen oder ignoriert, dass diese Studien nicht immer im Sinne einer "good clinical practice" durchgeführt werden. In zwei häufig angeführten Low-carb-Interventionsstudien (Samaha et al. und Foster et al. 2003) wurden zum Beispiel keine "Intention-to-treat-Analyse" durchgeführt. Das heißt, dass Probanden, die die Diät vorzeitig abbrachen, nicht bis zum Studienende verfolgt wurden. In den genannten Studien lag der Anteil der Studienabbrecher bei 40 Prozent, der nicht in die Auswertung der Untersuchungsergebnisse einging.
Besonders in Studien zur Gewichtsreduktion scheiden häufig viele Testpersonen aus, weil sie die Diät nicht länger einhalten wollen oder weil das Gewicht trotz der Intervention ansteigt. Eine nicht an strengen wissenschaftlichen Kriterien ausgerichtete Bewertung von Studienergebnissen führt jedoch schnell zu einer Fehlinterpretation und bewährte Ernährungsempfehlungen werden zur allgemeinen Verunsicherung in Frage gestellt. Gravierende Probleme ergeben sich auch dadurch, dass Ernährungsstudien nicht als echte Doppelblindstudien durchgeführt werden können. Anders als bei einem Placebo wissen die Testpersonen, was sie essen. Dies führt dazu, dass Probanden, die eine protein- und fettreiche Atkins-Diät erhalten, in der Regel stärker motiviert sind, eine Gewichtsreduktion zu erreichen, weil sie schon viel über die vermeintlichen Erfolge der Diät gehört haben ("self-fulfilling prophecy").
Deutsche essen nicht amerikanisch
Eine hohe Kohlenhydratzufuhr hat sich in amerikanischen Studien möglicherweise deshalb als problematisch herausgestellt, weil Verbraucher dort in den letzten Jahren ihre Fettaufnahme teilweise sehr drastisch zugunsten von Kohlenhydraten reduziert haben. Allerdings handelt es sich dabei vorwiegend um leicht resorbierbare Kohlenhydrate in Form von Maissirup, Haushaltszucker und Weißmehlprodukten. Gleichzeitig war die Zufuhr an ballaststoffreichen Kohlenhydratträgern reduziert.
Hierzulande empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), mindestens 50 Prozent der Nahrungsenergie als Kohlenhydrate aufzunehmen. Die Betonung liegt dabei auf kohlenhydratreichen Lebensmitteln mit langsamer Blutzuckerwirksamkeit, wie beispielsweise Vollkornprodukten. Es liegen keine Studienergebnisse vor, dass eine vollwertige Kostform mit einem hohen Anteil ballaststoffreicher Kohlenhydratträger und moderater Fettzufuhr zu einem erhöhten Risiko für Adipositas oder Diabetes führt. Auch Walter Willett betont daher, dass die in seinem Land gewonnenen Studienergebnisse und daraus abgeleitete Empfehlungen nicht unbedingt auf ein anderes Land mit anderen Essgewohnheiten übertragen werden können.“