Liebe SUSI,
wie schön zu lesen, dass du gerne hier in meinem "Tagebuch" liest. Und vor allem freue ich mich, dass es dir auch schon viel besser mit WU geht. Das ist auch bei mir so und ja bei vielen anderen.
Heute habe ich mir gedacht, ich schreibe mal auf, was mir so durch den Kopf geht - hinsichtlich meines
"Stillstandes" bzw. meiner nicht so flotten Abnahme in den letzten Wochen, verglichen mit anderen. Habe eben auch in einem Beitrag von EVELYN was dazu gelesen. Nun ja. Wo soll ich da anfangen... Wie immer bei mir, nicht so einfach zu erklären.
Habe ja schon mehrfach geschrieben, dass ich auf eine sehr lange Diät-Karriere zurückschauen kann. Was sicherlich auch bei meinem Alter normal ist - wenn man schon früh einen sog. psychischen "Knacks" bekam, weil man sich IMMER zu moppelig fühlte, verglichen mit "den anderen" .. in der Volksschule, im Gymnasium, im Beruf, dann Studium, dann neuem Beruf, Weiterstudium... Um diese "Gleich-Wertigkeit" hinsichtlich schlankem Körper zu erreichen, stürzte ich mich von einer Diät in die andere. Natürlich unterbrochen von "Erfolgszeiten" , sprich Gewichtsverlusten. Dass ich immer wieder zunahm, das ist das besondere Rätsel, das noch -für mich- zu knacken ist. Ich meine nicht den physischen Vorgang nach erneuter Falsch(?)-Esserei, sondern die
INNEREN Beweggründe, nicht schlank BLEIBEN zu können. Ich bin da einer Erkenntnis auf der Spur, noch vage, die letztes Jahr während meiner langen Therapiezeit begonnen hatte. Während jener Gespräche ging es übrigens überhaupt nicht um Gewichtsfragen, sondern um Traumata in Kindheit und Jugend.. alles Dinge, die erst sehr spät bei mir im Rahmen meines beruflichen Burnouts genauer beleuchtet wurden. Als ich im November 09 gerade "zuhause" anfing, mich wieder in "meinem Leben" neu einzurichten (mein Mann war ausgezogen, das Trennungsjahr lief), hatte ich 100 % Energie, um weiteren Ballast loszulassen *hüstel*. Wahrscheinlich hätte ich mit Willenskraft damals jede "Diätart" durchgezogen... für eine Weile... so wie früher. Meine Therapie hatte aber noch anderes bewirkt: Ich war kritischer geworden und auch fürsorglicher mir gegenüber. Mir wurde klar, dass ich nur mit einer Ernährung, die GESUND ist, leben will. Also kann ich mich auch nur aus vollem Herzen für eine Ernährungsform entscheiden, die keine ungesunden Zusatzstoffe akzeptiert bzw. keinen weißen Zucker, Auszugsmehle usw. usw. Das fand ich dann bei WAKEUP -- nachdem ich wegen meiner Arthrose-Schmerzen nach einer basen-säuren-balancierten Ernährung gesucht hatte. Sehr schnell spürte ich, wie gut mir diese Entscheidung bekam.
Ich stelle gerade fest, dass es mir körperlich schon ewig lange nicht so gut ging wie momentan. Auch wenn ich leicht mit Erkältung zu tun habe - oder eher einem Mini-Schnupfen - Ich erinnere mich gerade: Die Umräumarbeiten auf meinem Balkon kürzlich... hätte ich mir fast nicht zugetraut.. mit meinen lädierten Bandscheiben. Aber es ging! Hurra : ) Außer Muskelkater (etwas) keinen Schaden.
Mit anderen Worten: Ich bin vollauf zufrieden mit meiner Ernährungsumstellung. Wenn da nicht ein gewisser "Druck" im Raume schweben würde: "Warum dieser Stillstand?" Neben der sehr plausiblen Erklärung in dem o.g. Zitat im Beitrag von EVELYN über die körperlichen Aktivitäten hinsichtlich Umbau usw. entdecke ich bei mir einige psychische Blockaden, die ich nicht für so hartnäckig vermutet hätte. Zum einen A) ein massiver INNERER Widerstand mich durch das Abnehmen in eine attraktive, SCHLANKE Person zurückzuverwandeln und zum anderen, B) abnehmen ZU MÜSSEN...
Zu A) fiel mir auf, dass ich während meiner Tagung am 2./3.10 bei der Heimreise von 2 Männern angesprochen wurde... was mir sehr unangenehm war, ich durch freundlich-klare Absage aber regeln konnte. Anerkennende Blicken während der beiden Tage durch die mir bekannten Personen konnte ich besser ertragen.
Nun erinnere ich mich, dass ich 2008 nach meiner Abnahme von 19,1 kg (damals aber Endgewicht 82 kg) ähnlich heftig am Umkippen war, will sagen, damals ging das Gewicht schleichend wieder hoch... irgendwann dann galoppierend. Damals hatte ich eine große Freude daran, dass ich auf einmal (extrem schnelle Abnahme, in 5 Monaten) ein ganz neuer Typ wieder war. Schlankere Sachen tragen konnte.. Und wirklich gut aussah.
Warum dann wieder zunehmen?!? Da sitzt der Wurm im Gebälk *grummel*
Zu B) kann ich nur sagen: Als ich in Lanzarote ankam, war einer meiner ersten glücklichen Momente: "Wie toll - 2 Wochen ohne Waage!!" Und was war das Ergebnis? Ich kam als UHU nach Hause...

Und es hatte mir nie an Essen gemangelt. Und ich hatte --außer dem Gehtraining mit meinen neuen MBT-Schuhen zum Supermarkt und zurück-- überhaupt keine sportlichen Betätigungen. Und dann zuhause? Nix ging mehr. Anfangs sogar etwas hoch, dann wieder runter.
Was sind meine Lösungswege?
Zu dem Punkt A) habe ich mir ein Buch bestellt und gestern zu lesen angefangen.. über Glaubenssätze.. usw. sehr interessant. Werde berichten, wenn ich mehr "verstanden" habe. Und anwenden kann. Nicht, dass ich nichts darüber wüsste.. aber in diesem speziellen Fall hat es mit ABNEHMEN und Glaubenssätzen zu tun...
Zu B) Werde meinen persönlichen Wiegezwang beenden. Alle 2 Wochen oder längeren Abstand. Wenn die psychischen Auswirkung (siehe o.g. Buch) auf körperliche Reaktionen so massiv sind, dann muss ich mir da noch was einfallen lassen. Ggf. verschwindet mein hübscher Gewichts-Ticker in der Versenkung -oder in meinem Profil- für längere Zeit.
Ganz klar: WU 4 ever