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Geschichte von Frau Maren Lagoni

Gefährlicher Diätenwahn für einen Miss-Titel

mit Wakeup kam die Erlösung

 

Bereits im zarten Alter von 14 Jahren drehte sich bei mir alles um die Schönheit. Meine Vorbilder waren all die Super-Modells, die einfach immer perfekt aussahen. Schlank, makellose Haut, seidig schimmernde lange Haare und immer im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Einfach bewundernswert.

 

Viele der Models aus den Hochglanzmagazinen begannen Ihre Karriere schon sehr früh und waren teilweise kaum älter als 17 Jahre. Oft schaute ich mir Berichte im Fernsehen über Models und Missen an. Wie schön wäre es doch auch einmal auf einem Laufsteg zu stehen und als schönste Frau gekürt zu werden. Zu diesem Traum muss es doch auch einen Weg geben. Und genau diesen Weg wollte ich gehen.

 

Gesagt, getan. Leider hatte mir Mutter Natur keinen dürren Körperbau mitgegeben und ich musste um richtig schön schlank zu sein erst mal abnehmen. Ich war nun wirklich kein dickes Kind, aber ich gehörte auch nicht zu den ganz dürren, knochigen Mädels. Und genau das war der Grund, warum ich mit Gewalt abnehmen wollte. Models sind nun mal knochendürr und das ist nun mal schick.

 

Ich hatte das große Glück, dass meine Mutter schon immer auf Ihre Figur geachtet hat und auch sie ständig Diäten machte. Meine Mutter hatte Verständnis dafür, dass ich eine schöne Figur haben wollte, aber natürlich keine Verständnis für eine ungesunde Ernährung und wollte auch keinesfalls eine klapperdürre Tochter.

Somit machte sie mit mir den Kompromiss, dass ich abnehmen darf, aber nur mit Ihr zusammen. Wir erarbeiteten Pläne und zählten täglich Kalorien. Somit war meine erste Diät, die maximal 1000-Kalorien-am-Tag-Diät.

Es viel mir oft schwer so diszipliniert zu sein, wie meine Mutter. Je mehr ich mich damit beschäftigte, was ich alles nicht essen darf, umso mehr Gelüste bekam ich natürlich auf genau diese Dinge.

 

Aber es funktionierte und ich nahm ab. So langsam gewöhnte ich mich an das Kalorienzählen und musste noch nicht mal mehr in die Kalorientabelle schauen, weil ich alle Kalorien schon auswendig wusste.

 

So vergingen einige Jahre und ich hatte mein Gewicht zwar im Griff, aber ich wollte noch schlanker sein. So wie ein Model eben. Da der Deal mit meiner Mutter allerdings war, dass ich nur unter Kontrolle abnehmen darf, war es mir unmöglich noch mehr ab zu nehmen.

 

Mit 18 sah das dann schon etwas anders aus. Nun hatte ich eine Ausbildung und wohnte nur noch an meinen freien Tagen zu Hause bei meinen Eltern.

Nun konnte ich tun und lassen was ich wollte. Das bedeutet für mich als erstes Mal: maximal 500 Kalorien am Tag.

Es war wirklich schwer mit so wenigen Kalorien den Tag zu überstehen. Mit knurrendem Magen ging ich täglich ins Bett und hoffte darauf möglichst schnell einzuschlafen, damit ich ja nicht auf die Idee komme, etwas zu essen.

Je weniger ich gegessen hatte desto stolzer und glücklicher war ich. Mein Körper gewöhnte sich schnell daran und es reichte irgendwann ein Apfel am Tag, 2l Wasser und eine Familienpackung Appetitzügler.

 

Mit Disziplin, Ehrgeiz, aber mit enormen Gelüsten und ständigem Verzicht kam ich meinem Idealgewicht immer näher. Irgendwann brachte ich nur noch 49 Kilo auf die Waage und war überglücklich.

 

 

Endlich richtig dünn!

Das mir viele Menschen sagten, dass ich krank aussehe, weil mein Gesicht schon total eingefallen war, ignorierte ich komplett und ich fand diese Bemerkungen einfach nur lächerlich. So ein Quatsch. Warum sollte ich krank aussehen, wenn ich mich in meiner Haut pudelwohl fühlte.

 

Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann. Nicht nur, dass meine Haut schlechter wurde, sondern diese Diät schlug mir auch noch auf das Gemüt.

 

Hinzu kamen Schwindelanfälle und ein enormer Selbsthass sobald ich mal zu dem Apfel auch noch eine Banane ass. Ich hätte in solchen Momenten in Tränen ausbrechen können. Der Ehrgeiz nahm einfach überhand und ich konnte Essen überhaupt nicht genießen. Ganz im Gegenteil. Essen verband ich mit etwas Schlechtem, etwas was unbedingt vermieden werden muss.

 

Irgendwann wurde dann auch noch meine Haut schlechter. Ich wusste nur allzu gut, dass es von den Tabletten und den ständigen Diäten kam. Aber bevor ich zunehme, kaufe ich mir lieber teuere Kosmetikprodukte, um dies in den Griff zu bekommen. Ein Kilo mehr auf der Waage vermieste mir den ganzen Tag. Ich war schlecht gelaunt, traurig und wütend auf mich selbst. Vor lauter Wut boxte ich mir dann auch noch in den Bauch.

 

Meine immer wiederkehrenden Gelüste nach Essen stillte ich weiterhin durch Appetitzügler und mein Gemütszustand verbesserte ich damit, dass ich sehr viel Sport trieb und damit, dass ich mir meinem Traum erfüllte. Schönheitskönigin.

 

2003, meine erste Miss Wahl. 25 Jahre und die Älteste im Bunde. Ohje, nun musste ich mit 20-jährigen mithalten. Aber Dank meiner radikal Diäten konnte man allein an der Figur den Altersunterschied kaum oder so gut wie gar nicht feststellen.

Die jahrelange Disziplin und das Quälen hatten sich gelohnt. Miss Calw 2003….. Maren Lagoni!

Ein unbeschreibliches Gefühl als schönste Frau gekürt zu werden. Krone, Schärpe, Blumen, Champagner, Blitzlichtgewitter der Fotografen, Interviews und lauter Gratulanten. Es ist wie in einem Märchen und ich war die Prinzessin. Dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich schön. Genauso hatte ich es mir als Teenager vorgestellt. Genau das war schon immer mein ganz großer Traum gewesen. Einmal die Schönste zu sein und voller Stolz im Blitzlichtgewitter zu stehen und von so vielen Menschen bewundert zu werden.

 

Nun hatte ich natürlich “Blut geleckt“. Es folgten die nächsten Wahlen und natürlich ein noch höherer Druck, schlank zu sein. Wie peinlich wäre es doch eine Wahl nicht zu gewinnen. Wenn man hinten stehen bleiben muss und ein Verlierer ist. Die Gefahr bestand durchaus.

 

Es folgten die nächsten Wahlen. Miss Schwarzwald, Misses Baden-Württemberg, Misses Süddeutschland. Alle Titel gewonnen. Misses Deutschland???

 

Der Druck wurde immer größer und auch die Arbeit immer mehr. Fotoshootings, Gala-Abende, TV Interviews, Fernsehproduktionen, Benefizveranstaltungen, Siegerehrungen auf Sport-Events, Präsentationen,…..

Ein Traumjob, aber das Abnehmen fiel mir zunehmend schwerer und schwerer.

Hinzu kam mein normaler Hauptzeit-Job, als Bereichsleiter-Assistentin, bei dem von mir so ganz nebenbei auch noch sehr viel abverlangt wurde.

 

Was war los die Pfunde purzeln nicht mehr? Ganz im Gegenteil. Es war ein Kampf mein Gewicht überhaupt zu halten.

Frustration über die Figur! Naja egal, dann esse ich eben auch mal um 21Uhr eine Pizza und trinke ein Glas Wein. Oder auch zwei. Ach komm, bevor der Wein schlecht wird dann trinke ich doch die Flasche aus. Ab morgen esse ich dann nichts.

Nächster Tag: heute noch, aber morgen esse ich dann wirklich nichts.

Ein Kilo mehr auf der Waage! Hilfe! S.O.S! Höchste Alarmstufe!

Gut, altbewährtes Rezept, morgens nichts essen, mittags Brötchen, abends eine Miniportion von dem Essen, das ich meinem Mann kochte. Dann kann man sich abends nach einem stressigen Arbeitstag auch ein Gläschen Wein genehmigen.

 

Es war eine Qual, wie die Jahre zuvor, doch es wurde schlimmer und schlimmer. Mit 20 verlor man die Pfunde einfach leichter. Nun mit 32 und dem doppelten Arbeitsvolumen sah dies schon weit aus anders aus. Früher konnte ich wenigsten noch viel Sport nebenbei treiben, um noch mehr ab zu nehmen, aber diese Zeiten waren nun aufgrund meiner Jobs einfach nicht mehr drin.

 

Ich war der Verzweiflung nahe und kurz davor an Bulimie zu Erkranken. Ich wollte einfach endlich wieder so wie mit Anfang 20 nur 49 Kilo wiegen und da ich es mit keiner meiner bekannten Diäten mehr schaffte, sah ich nur noch den Ausweg alles Gegessene auf eine nicht gerade appetitliche Weise wieder los zu werden.

 

Nur durch einen glücklichen Zufall, stieß ich während dieser Phase im Internet auf die Seite Wakeup.

Sehr ansprechende Seite. Fröhliche, schlanke Menschen und appetitliche Nahrungsmittel vermittelten mir das Gefühl von Wohlbefinden, leckerem Essen und Traumgewicht.

 

Wie funktioniert denn das??? Essen und wohlfühlen?? Für mich passten diese Begriffe so gar nicht zusammen. Essen verband ich eher mit Sünde, schlecht, etwas auf das man so gut es geht verzichten sollte.

 

Wakeup vermittelte aber etwas ganz anderes. Ich wurde neugierig.

 

Nach einem Gespräch mit einer Ernährungsberaterin von Wakeup, Frau Pisani, wurde mir das Prinzip vorgestellt. Essen ohne Reue, sich etwas Gutes tun in dem man regelmäßig am Tag isst. Eigentlich den ganzen Tag essen darf. Viel Obst und leckeres, gesundes Essen.

Aber wie soll das bei mir funktionieren? Ich esse sonst kaum etwas, nehme nicht ab und jetzt soll ich so viel essen und die Pfunde sollen wieder purzeln? Das funktioniert vielleicht bei Übergewicht, aber doch nicht bei mir!!?

 

Trotz nachvollziehbarer Zweifel, wagte ich den Schritt und testete Wakeup.

 

Ein 5 Stufenprogramm bekam ich per Post zugeschickt. In diesen Stufen lernte ich viel über

 

Vollwertiges Essen – essen bis ich satt bin,

wie ich im Säure-Basen-Gleichgewicht esse,

wie ich in ausgewogenem Glykämischem Index esse, d.h. so essen, dass mein Körper nicht viel Insulin ausschütten muss, denn zuviel Insulin mästet,

im Rhythmus meiner Körperzyklen essen,

Essen so kombinieren, dass mein Körper es bei der Verdauungsarbeit leichter hat.

 

Und was ich ganz besonders toll fand, jede Woche eine Essensplan inklusive der Kochrezepte dazu. Großartig! Die Rezepte sind leicht zu zubereiten und so lecker, dass ich nicht mal mehr extra nur für meinen Mann kochen musste.

 

Unterstützend bekam ich Hilfe durch die Ernährungsberaterin Frau Pisani. Sie half mir die Inhalte der Hefte besser zu verstehen und in meinem sehr stressigen Job die Essenspläne zu integrieren.

Oftmals hatte ich kaum Zeit zu kochen. Aber auch hier gab es ganz tolle Tipps und Ideen, um trotz alledem mich an die Ernährungsweise zu halten.

 

Nach 3 Wochen nahm ich 5 kg ab und fühlte mich großartig. Ein ganz neues Lebensgefühl, das ich so nicht kannte. Essen bis man satt ist und dann auch noch abnehmen. Kurzum ich fühlte mich pudelwohl.

Doch dann kam ein kleiner Einbruch. Noch mehr Arbeit machte mir das Essen schwer und ich konnte mich trotz der tollen Tipps teilweise schlecht an den Essensplan halten und fiel in mein altes Verhaltensmuster, dann lieber gar nichts oder kaum etwas zu essen.

Die regelmäßigen Coaching-Gespräche mit Frau Pisani waren meine Rettung. Sie gab mir wichtige, zwingend notwendige Hinweise, um mein Leben um zu stellen, damit der anfängliche Erfolg ein dauerhafter Zustand bleibt. Kurzum ich stellte mein komplettes Leben auf den Kopf, setzte Prioritäten neu und gestaltet mein Leben komplett neu.

 

In nur 3 Monaten veränderte sich mein Leben grundlegend. Die Basis für ein glückliches, zufriedenes, erfülltes Leben war gelegt. Und eine wichtige Grundeinstellung hat sich in meinem Kopf manifestiert: Bewusst und mit Genuss essen ohne Reue und schlechtem Gewissen.

 

Wakeup ist nicht nur abnehmen, denn was ich brauchte war auch die Balance im Leben.

Ich musste lernen, dass ich endlich essen darf, dass Essen erlaubt und gut ist, hatte ich doch jahrelang gehungert.

 

Ich habe durch Wakeup gelernt, dass das Leben einfach sein kann, und dass Stress mit daran Schuld war, dass ich Gewichtsprobleme hatte. Klar 10 Pfund, das mag sich anhören, als wäre es kein Problem.

Bei mir jedoch hing der Beruf als Misses davon ab. Endlich bin ich raus aus der Falle, zwischen dem extremen Wechsel von viel zuviel oder gar nichts essen.

Ich freue mich, dass ich darüber in einem Buch, das ich mit Wakeup schreibe, mehr berichten kann.

Ab 2011 soll es fertig sein.

 

Ihre Maren Lagoni